Sven Liebich – Chronik eines Nichtausstieges

 

Sven Liebich gibt lediglich vor, aus der rechten Szene ausgestiegen zu sein. Er nutzt stets denselben MZ-Artikel als Referenz, dass er 2003 ausgestiegen sei. Tatsächlich lassen sich viele Tätigkeiten von vor 2003 auch noch danach unter Mitwirkung von Liebich beobachten. So hielt er am Strikeback-Mailorder fest und gab ein Interview, in dem er seine Kunden als „Kameraden“ bezeichnet. Er fabriziert Shirts mit gewaltverherrlichenden und rechtspopulistischen Inhalten. Ferner werden seine Kampagnen und Produkte von Rechtspopulisten empfohlen bzw. solche lassen ihre Shirts von Liebich herstellen. Seine Kontakte in die rechte Szene sind so intensiv, dass er problemlos auf Rechtsrock-Konzerten auftauchen kann. Liebich interagiert heute auf den „Montagsmahnwachen“ gemeinsam mit organisierten Neonazis und betreibt zugleich eine facebook-Seite, auf der er mit seinen Gerüchten die Kommentator_innen zu Hetze motiviert und politische Gegner denunziert. Die Strategien sind dieselben wie bereits vor über zwölf Jahren – ebenso wie die Inhalte. Der vielfach postulierte Ausstieg fand nicht statt.

 

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